Monthly Archive for Januar, 2013

Das SJZ – Communiqué Januar 2013

Das Selbstverwaltete Jugendzentrum Siegburg, versteht sich als unkommerzieller Freiraum. Der Aspekt der Selbstverwaltung betrifft sämtliche Bereiche die unmittelbar die Räumlichkeiten, sowie das kulturelle und/oder politische Programm betreffen.
In der offenen Mitgliederversammlung, die im Zweiwochentakt stattfindet, werden alle Belange des SJZ besprochen und nach einem basisdemokratischen Prinzip Entscheidungen getroffen, hierbei ist das Konsensprinzip Mittel der Wahl und nur in äußersten Notfällen werden Entscheidungen nach Mehrheitsentscheid getroffen.
Dass das SJZ Räumlichkeiten exklusiv nur für unkommerzielle Veranstaltungen zur Verfügung stellt ist eine bewusste Entscheidung der AkteurInnen. Durch den unkommerziellen, freiwilligen Charakter soll eine Alternative zum kapitalistischen Normalvollzug bereit gestellt werden. Wichtig finden wir es auch marginalisierten Gruppen einen Raum zu geben, an dem sie sich unabhängig vom Inhalt ihres Geldbeutels entfalten können und frei nach ihrem Willen ihre Freizeit, beziehungsweise ihr Leben, gestalten.

Um einen geordneten Ablauf im Alltag zu gewährleisten sehen sich die Mitglieder dazu gezwungen bestimmte Rahmenbedingungen aufzustellen, welches Verhalten gewollt ist und welches nicht.
Handlungs- und Verhaltensweisen welche Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und Sozialchauvinismus Vorschub leisten oder beinhalten, können und wollen wir nicht tolerieren.
Dieser Rahmen ist in einer kapitalistisch, patriarchal und rassistisch geprägten Gesellschaft notwendig, um sich gegen Angriffe, welche die Freiheit einzelner oder gar den Freiraum an sich gefährden, zur Wehr setzen zu können. Des Weiteren ist dieser Rahmen nicht verhandelbar, da dieser wichtig ist, um möglichst vielen Menschen ein angenehmes Klima zu gewährleisten.
Bei uns ist jeder und jede willkommen, die/der sich in diesem Rahmen wiederfinden kann. Dieser Rahmen ist nicht dafür geschaffen Menschen von vornherein auszuschließen, sondern um aufzuzeigen wie für uns ein Gesellschaftsmodell jenseits von kapitalistischer Verwertungslogik und Herrschaft aussehen kann. Wir möchten Menschen einladen mit uns an einem Prozess teilzuhaben, der eine positive Veränderung der Lebensverhältnisse Aller zur Folge haben soll.

Wir möchten uns nicht mit den herrschenden Verhältnissen zufrieden geben und versuchen schon heute eine Alternative zu leben, die für Alle größtmögliche Freiheit und Mündigkeit verspricht.

Die rund 20 jährige Geschichte des SJZ zeigt die Notwendigkeit solcher Räume selbsterklärend auf und wir sind froh in einer Kleinstadt wie Siegburg einen Raum bieten zu können, der für die Emanzipation des Individuums einsteht und die Türe zu freier Entfaltung öffnet.

Erläuterungen:
Sozialchauvinismus betont die Überlegenheit der eigenen Kultur gegenüber anderen Teilen der Gesellschafft. Hierbei handelt es sich um die Inszenierung der eigenen Überlegenheit gegenüber einer als minderwertig empfundenen Gruppe im gleichen Bezugssystem.

Rassismus ist eine Ideologie, die „Rasse“ als bestimmenden biologistischen Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften deutet.

Antisemitismus bezeichnet eine pauschale Ablehnung der Juden und Jüdinnen und des Judentums an sich.

Unter Sexismus versteht man die soziale Konstruktion von sexuellen Unterschieden zwischen Menschen und die daraus abgeleiteten Normen und Handlungsweisen. Der Sexismus unterteilt alle Menschen anhand ihrer biologischen Geschlechtsmerkmale in Frauen und Männer, unterstellt ihnen damit eine grundlegende Unterschiedlichkeit und weist ihnen auf dieser Basis unterschiedliche Rechte und Pflichten zu.
Homophobie bezeichnet die Ablehnung und Diskriminierung von gleichgeschlechtlicher Liebe.
Patriarchat beschreibt die Herrschaft des Mannes über die Frau.

PartySahne am 16.2

 
PartySahne

Am 16.02.13 findet wieder eine PartySahne statt.

Der Abend wird zweigeteilt ablaufen:
Ab 19°° Uhr läd die libertäre Jugend zu einer Textbesprechung und Diskussion zum Thema „Klassenkampf und Klassenbegriff“ ein. Nähere Informationen findet ihr hierzu in Kürze auf der homepage (www.libertaerejugendsu.blogsport.de)
Wir freuen uns auf eine angeregte und interessante Diskussion mit vielen Menschen. Die Diskussion soll auf einem Niveau stattfinden auf dem jede/r mitreden kann. Wenn du Interesse hast, hab keine Scheu, komm vorbei!
Es wird eine VoKü geben, mit vollem Magen diskutiert es sich einfach besser.

Ab 22°° Uhr beginnt die eigentliche Party. Dieses Mal dürft ihr euch auf eine reine Drum and Bass Party freuen!

Line Up
Lynch + Abnorm Breaks (Köln) www.soundcloud.com/abnorm-breaks |
Isaac Newborn (BabajagaEvents/Bonn) www.babajagaevents.com
Queerformat (Bonn) www.soundcloud.com/queerformat

+ special Guest
+ extra light show
+ Getränkespecial

Spendenvorschlag: 3€

Filmreihe der Jungen Antifa Siegburg – ab dem 24.1

Hier der Ankündigungstext der Jungen Antifa Siegburg:

„24.01.2013 19.00 Filmvorführung

Wir werden ab dem 24.01.2013 jeden 2. Donnerstag im SJZ Siegburg einen Film zeigen und ein kleines, kaltes Buffet anbieten.
Die nächsten fünf Filmvorführungen werden sich thematisch um Israel und den sogenannten Nahost-Konflikt drehen, beginnen werden wir mit einer animierten Dokumentation.
Welcher Film an welchem Abend gezeigt werden können wir an Interessierte per E-Mail weitergeben.

Der erste Filmabend ist am Donnerstag, den 24.01 im SJZ Siegburg (Haufeld 22)
Wer wissen möchte welcher Film gezeigt wird kann dies gerne per E-mail erfragen. – afasgb@riseup.net

Wir freuen uns auf euch!“

 

Weitere Infos auf www.afasgb.blogsport.de

Solidaritätserklärung des AZ KÖLN

Hier eine Solidaritätserklärung die unter anderem auch an das SJZ gerichtet ist:

(english version below, french version on the site of la zad)

solidaritätserklärung an villa amalias, skaramanga, radio 98fm, sjz, liz, zad und assentamento milton santos

liebe geliebten aller squats und selbstorganisierter räume,

wir sind absolut beeindruckt davon, dass am vergangenen samstag aus solidarität mit allen selbstverwalteten und besetzten räumen, mit den 92 gefangenen der Villa Amalias räumung und deren wiederbesetzung[1], dem gräumten Skaramanga squat[2] und dem geräumten piraten radio 98fm, mehr als 10000 menschen in athen und anderen städten auf die strasse gegangen sind[3].

massive!

wir sind froh zu sehen, dass ihr die räumung von besetzten häusern nicht unbeantwortet lasst, das ihr neu und widerbesetzt, das ihr die angreift, die mitverantwortlich sind bei dem versuch selbstbestimmtes leben und besetzte räume zu zerstören und zu kriminalisieren, die

versuchen uns ihr blasses und freudloses bild von leben und freiheit aufzuzwingen:

…parteien, polizei, militär, nazis, macker, medien und alle die, die macht über andere ausüben, egal wo und in welcher form, alle die, die willenlos gehorchen…

fuck off!

Continue reading ‚Solidaritätserklärung des AZ KÖLN‘

Swinging from ouda space

Electroswing mit :

S-KREAMA
(Electro Swing Cologne/Church Of Mixology)
http://fb.me/dj.skreama
https://soundcloud.com/s-kreama/s-kreama-colorswing-bric-a )

Palme
(https://soundcloud.com/mrpk)

Daniel Sünder
( http://www.mixcloud.com/danielsuender/daniel-suender-demo-mix/
https://soundcloud.com/danielsuender/burn-the-gramophone-vol-1 )

Kleidungsmotto: 20er-30er Jahre treffen auf den Weltraum. Also seid kreativ und ladet alle Aliens, Astro- und Kosmonauten ein.

Stadttreffen mit dem Bürgermeister am 07. Januar 2013

Vorweg erstmal ein „Danke“ für eure Unterstützung auf der Demo am 20. Dezember 2012. Trotz Regen waren zahlreiche Sympathisanten des SJZ´s erschienen, so dass die Demonstration ein voller Erfolg gewesen ist.

Um euch über die aktuellen Ereignisse auf dem laufenden zu halten folgt hier nun eine kleine Zusammenfassung des Treffens mit der Stadt. Dabei waren Anwesend der Bürgermeister Hr. Huhn, Hr. Hohn der Vorsitzende des Bürgermeister Büros, Hr. Knebel Stellvertreter des Ordnungsamts und Vertreter/ innen des SJZ´s.
Vertreter/ innen der Presse so wie verschiedener Parteien wurden von uns eingeladen, konnten jedoch an dem Treffen nicht teilnehmen. Hr. Huhn teilte uns mit, da er zu diesem Gespräch eingeladen hätte, wäre es nicht unsere Aufgabe weitere Personen oder die Presse einzuladen.

Schwerpunkt der Unterhaltung am 07. 01. 13 waren die Beschwerden der Anwohner/ innen des
SJZ´s. Diese beschränken sich laut Aussage des Bürgermeisters nur auf die Lautstärke der Musik. Vor allem auf die Bass Geräusche zwischen 01.00 und 05.00 Uhr Nachts. Diese seien so laut, dass Anwohner/ innen vom Schlafen abgehalten werden würden. Die Sorge, das Gäste des SJZ´s sich vor dem Gebäude auf halten und es dadurch zu Ruhestörungen kommt hat sich unter der Anwohner/ innen gelegt. Wir erläutern, dass sich an der Lautstärke der Musik seit den Messungen des Ordnungsamtes nichts verändert hätte und wir uns somit an die vorgegebenen Richtlinien der Stadt halten würden. Darüber hinaus werden von uns weitere Mängel der Bau Maßnahmen aufgezählt. Hr. Huhn macht ganz klar deutlich, dass kein weitere Cent in Umbaumaßnahmen investiert werde und wir mit dem was vor Ort ist leben müssen. Dies schließt die Lautstärke Regulierung in soweit ein, dass keine weiteren Beschwerden von den Anwohner/ innen ausgehen. Darüber hinaus wurde uns erklärt, dass es einzig und allein die Großzügigkeit der Stadt sei, dass das SJZ neue Räumlichkeiten bekommen hätte und wir keinerlei Recht auf Ansprüche, jedweder Form, an die Stadt hätten.
Die Diskussion darüber wer welche Maßnahmen ein zu halten hätte endete mit dem Vorschlag
Hr. Huhns die Räumlichkeiten des SJZ´s umgehend zu begehen, um sich ein Bild von der aktuellen Situation zu machen. Dieses Angebot nahmen wir an und machten uns auf den Weg zum SJZ. Dort angekommen dauerte es nicht lange, bis Hr. Huhn einsehen musste, dass die durchgeführten Umbaumaßnahmen gravierende Mängel aufweisen und ein geregelter SJZ-Alltag so nicht stattfinden kann. Angefangen bei der Notausgangstüre, über nicht vorhandene Wasser- und Stromleitungen in den Räumlichkeiten wurde gemeinsam eine Liste erstellt welche Dinge noch umgesetzt, bzw. neu gemacht werden müssen. Hr. Huhn versprach uns sich persönlich am Folgetag, den 08. 01. 2013, darum zu kümmern alle noch anstehenden Maßnahmen auf den Weg zu bringen. In diesem Rahmen setzte sich der Bürgermeister selbst eine Frist von vier Wochen.

Wir bleiben gespannt und sind erfreut über den positiven Ausgang und die Kooperations- und Handlungsbereitschaft der Stadt.