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PRESSEERKÄLRUNG

Seit zweieinhalb Jahren sind wir als Förderverein Selbstverwaltetes Jugendzentrum Siegburg e.V. mittlerweile obdachlos, weil wir unsere Räumlichkeiten auf Bitten der Stadt und aus dem Wunsch zu helfen heraus der Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt haben.

Vertraglich wurde uns seitens der Stadt zugesichert, schnellstmöglich neue Räumlichkeiten für den Betrieb unseres Jugendzentrums zu stellen. Trotz all der lobenden Worte für unser Engagement und mehreren Gesprächen mit Herrn Huhn und anderen Vertreter*innen der Stadt Siegburg, konnten bisher keinerlei Fortschritte verzeichnet werden.
Mit Demonstrationen, monatlichen Infoständen, dem vorsprechen auf dem Jugendkulturausschuss und unserem Stand auf dem „Internationalen Kinder-Jugend und Kulturfest“ haben wir mehrfach und in regelmäßigen Abständen auf diesen Missstand aufmerksam gemacht.
Da all diese Versuche allem Anschein nach keinerlei Wirkung zeigten, haben wir beschlossen uns juristische Unterstützung von Rechtsanwalt Peer Groß einzuholen um endlich zu unserem vertraglich zugesichertem Recht zu kommen.

Bisher konnten wir unseren Jugendlichen in unseren Räumlichkeiten ein vielseitiges Angebot an unterschiedlichen Freizeitangeboten wie Workshops, Podiumsdiskussionen, verschiedenen Konzerten und teilweise sogar einen Zufluchtsort bieten in dem sich Jugendliche frei von konventionellen Zwänge begegnen und selbst erfahren konnten. Durch das Fehlen dieses Ortes ist es uns nicht möglich, unser bisheriges Angebot aufrecht zu erhalten, wodurch mittlerweile an Nachwuchs mangelt und somit an der Grundlage unserer Arbeit.
Um unsere ehrenamtliche Jugendarbeit fortsetzen zu können, benötigen wir also einen Raum, denn ein Jugendzentrum ohne Räumlichkeiten ergibt so viel Sinn wie ein Bürgermeister ohne Bürger.
Um nochmals unsere Gesprächsbereitschaft zu signalisieren räumen wir der Stadt Siegburg eine Frist bis zum 30.06.2018 ein, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen.

Sollte dieser Versuch unsererseits auf die Stadt zuzugehen erneut scheitern, sehen wir uns gezwungen rechtliche Schritte gegen die Stadt einzuleiten.